Christlicher Gesundheitskongress Christlicher Gesundheitskongress

5. Christlicher Gesundheitskongress 2016 in Kassel

Kongressthema: "Zeichen setzen - heilen und begleiten in Gesundheitswesen und Gemeinde"

Mit neuen Ideen zurück in die Praxis

„Es war wunderbar“. Die Krankenschwester aus der Nähe von Hannover fährt begeistert nach Hause und ist sich sicher: „Es war der beste der fünf bisherigen Kongresse“. Sie muss es wissen. Denn sie hat keinen ausgelassen. Viele Anregungen hat sie in ihrer Praxis als Krankenschwester im ambulanten Pflegedienst schon umsetzen können. Auch dieses Mal waren praktische Tipps dabei. Besonders gefallen hat ihr der Bericht eines Arztes aus Chemnitz, der sich angewöhnt hat, bei jedem Gang durch die Stationstür ein kurzes Gebet zu sprechen. Wenn er die Mitarbeiter und Patienten so Gott anbefehle, könne er viel entspannter arbeiten. Auch wenn es einmal stressig werde, wisse er sich nicht allein.

620 Mediziner, Pflegende und Therapeuten waren nach Kassel gekommen, darunter 2/3 Frauen, was  im Gesundheitswesen nicht überrascht. Und mehr als 10 Prozent der Teilnehmer kamen als haupt- oder ehrenamtliche Seelsorger, um sich am Fachgespräch über die Integration von Spiritualität und Gesundheitswesen zu beteiligen. Ärgerlich für die Ärzte unter den Teilnehmern: Die Landesärztekammer Hessen war bei der Vergabe von Fortbildungspunkten wesentlich restriktiver als bei den Vorkongressen. Sie akzeptierte nur Seminare, die sich im engeren Sinn mit ausschließlich medizinischen Fragen befassten. Ein Arzt aus Baden-Württemberg: „Offenbar haben die noch nicht verstanden, welche Ressourcen im Zusammenwirken von Glaube und Medizin liegen. Da sind Amerikaner, Schweizer oder Dänen viel weiter."

Die Qualität der Vorträge lobten auch Kongressbesucher, die eher skeptisch waren, wie ein sich „christlich nennender Kongress“ mit den Fragen des Gesundheitswesens umgeht. „Da war weder von „Gesundbeterei“ die Rede noch von esoterischen Ansätzen. Die Christen waren nüchtern aber auch selbstbewusst, wie wichtig der Glaube für die Gesundheit und das Heilwerden ist.“

Kleingruppen 1 640
Interaktive Kleingruppen in den Plenumsveranstaltungen

Auch das Thema des Kongresses verzichtete auf überhöhte Ansprüche, sondern machte klar: Mit dem Glauben kann man nicht alle Probleme der Welt lösen, aber es ist möglich Zeichen zu setzen. Wenn es um Heilen und Begleiten in Gesundheitswesen und Gemeinde (so der Untertitel des Kongressmottos) geht, dann können Christen Zeichen setzen. „Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die Hoffnung wecken und den entscheidenden Impuls geben“, hieß es in einer der Gesprächsrunden, die immer wieder zum Dialog einluden.

„In unserer Runde haben wir bis weit in die Pause diskutiert,“ erzählt eine Altenpflegerin aus der Diakonie, die sich mit einer katholischen Seelsorgerin und zwei Medizinstudenten in einer Kleingruppe darüber ausgetauscht hatte, welche Chancen es gibt, das Potential des Glaubens in den Alltag umzusetzen. Die vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation waren das besondere des 5. Christlichen Gesundheitskongresses. Die Veranstalter, ein ökumenischer und multidisziplinär ausgerichteter Trägerkreis wollte, dass es nicht nur bei schönen Worten bleibt. Man sollte im Gespräch entdecken, wie man die Impulse in die eigene berufliche Praxis umsetzen kann.

Kaffeepause 8 640
Kaffeepause

„Auch wenn weniger Teilnehmer dabei waren, als bei früheren Kongressen, war die Zufriedenheit der Besucher deutlich höher. Viele konnten hilfreiche Kontakte knüpfen und erlebten, dass sie nicht allein sind mit ihren Fragen“, resümiert Günther Gundlach, der Geschäftsführer des Kongresses. Ein Grund dafür: Der Kongress fand erstmals in einem Tagungshotel statt, so dass die meisten Teilnehmer im Kongresszentrum auch wohnten. Das ermöglichte kurze Wege, lebhaften Austausch schon beim Frühstück, eine angenehme Atmosphäre in der Lobby beim Tagesausklang und nicht zuletzt die Chance, nach dem Mittagessen die Beine hochzulegen und etwas auszuruhen.

Plenum 5 7 640
Gesprächsrunde "...und wenn ich selbst betroffen wäre? Zeichen setzen zwischen Autonomiewunsch und Vertrauen"

Neue Akzente setzte der Kongress, indem er an prominenter Stelle die Verantwortung für die Gesundheit auch jenseits Europas in den Blick nahm und nach den Impulsen für unser Gesundheitssystem aus den Ländern des Südens fragte. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Frage nach den Grenzen des Lebens. Auch wenn die politische Debatte um die Sterbehilfe in Deutschland zu einem vorläufigen Abschluss gekommen ist, bleibt die Aufgabe der Christen, für eine positive Einstellung zum Leben bis zuletzt zu werben.

Schleske 1 640
Konzertlesung mit Martin Schleske

Ein Höhepunkt war für viele Teilnehmer ein Abend mit dem Geigenbauer Martin Schleske, der vom Klang, dem unerhörten Sinn des Lebens, erzählte. „Das tat meiner Seele so richtig gut“, meinte eine Chirurgin, die das erste Mal dabei war.

Preisverleihung 4 640
Die Preisträger Vis-á-vis (vertreten durch Angela Glaser) und Netzwerk Nächstenliebe (vertreten durch Hans-Dieter Feisthauer)

Zum vierten Mal wurde der Christliche Gesundheitspreis verliehen, der innovative Ansätze zum Miteinander von christlichen Gemeinden und Gesundheitswesen auszeichnet. Zur Förderung der Preisträger-Initiativen sind der 1. und 2. Preis mit einem Preisgeld  in Höhe von 2.000 bzw. 1.000 Euro dotiert – in diesem Jahr gestiftet vom Albertinen-Diakoniewerk e.V. und der Klinik Hohe Mark. Vis-á-vis aus Rheinland Pfalz wurde der 1. Preis verliehen. Die Organisation hat sich der Wiederentdeckung der klassischen Gemeindeschwester verschrieben. Mit professionellem pflegerischen Know-how und einer sehr engen Anbindung an die Kirchengemeinden und deren Seelsorgeauftrag arbeiten Vis-á-vis-Mitarbeiterinnen in immer mehr Gemeinden. Dabei nutzt der Verein Erfahrungen der Parishnurs-Bewegung, die zum Beispiel in England, den USA und Australien neue Wege der christlichen Fürsorge erprobt. Den 2. Preis erhielt das Netzwerk Nächstenliebe aus Braunschweig. Eine der dortigen evangelisch-freikirchlichen Gemeinden, die Friedenskirche, hat ein umfangreiches, eng mit der Gemeindearbeit verbundenes diakonisches Programm entwickelt.

 


Weitere Informationen und Kongressmitschnitte

Weitere Informationen zum Programm, den Referierenden und den Ausstellenden des 5. Christlichen Gesundheitskongresses finden Sie im PDF des Teilnehmerheftes.

Viele der Plenumsbeiträge sind auf CD und DVD erhältlich. Bestellen Sie bequem über www.christlicher-audiodienst.de oder über das Bestellformular.

 


Stimmen zum Kongress 2016

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Die Referenten waren fachlich, menschlich und spirituell sehr kompetent.
Arzt, 67 Jahre
Die bei diesem Kongress konkreteren Ideen, Anregungen und Beispiele, wie das Christliche in Einrichtungen eingebracht werden und Türöffner für Patienten sein kann, wurden sehr deutlich.
Krankenpfleger, 45 Jahre
Mir hat die Professionalität gefallen, ebenso die Abwechslung, die Atmosphäre, die Gemeinschaft so vieler engagierter Christen.
Autorin, 46 Jahre
Die Auswahl der Referenten in ihrer Unterschiedlichkeit und in Ergänzung zueinander war sehr gelungen, so dass das Thema von verschiedenen Seiten behandelt wurde und ganz viele Impulse gesetzt wurden, die hilfreich mitgehen. Wertvoll waren auch die ganz praktischen Erfahrungen, die weiter gegeben wurden, Und immer wieder wertvolle geistliche Impulse.
Referentin
Ich fand den Kontakt der verschiedenen Organisationen untereinander sehr wertvoll – das Netzwerk wächst!
Ärztin, 56 Jahre
Die Abendveranstaltungen habe ich als große Geschenke erlebt, das empfand ich als Wertschätzung für mich als kleines Rädchen im Gesundheitssystem.
Ergotherapeutin, 47 Jahre
Mir hat das Zugehörigkeitsgefühl gefallen, auch als Nicht-Gläubiger/Suchender.
Krankenschwester, 39 Jahre
Ich bin häufig auf Symposien, die bestens organisiert sind, wo aber keine geistliche Gemeinschaft möglich ist. Oder ich bin auf Seminaren, in denen Gottes Geist eindeutig wirken möchte, wo aber die Organisation so manche Barrieren aufbaut. Hier hat alles gut zusammengewirkt.
Referent
Der Tagungsort war super, alles unter einem Dach hat große Vorteile.
Hausfrau, 63 Jahre
Es gab fundierte und vielseitige Beiträge aus vielen medizinischen Fachbereichen.
Medizinstudentin, 19 Jahre
Es ist erstaunlich, wie gut Sie solche thematisch nicht so ganz einfachen Kongresse immer wieder auf die Reihe kriegen.
Lehrer, 50 Jahre
Die Beiträge waren sehr herausfordernd und kompetent. Ich fühle mich herausgefordert, aufgebaut, auch korrigiert, habe Mut zum Weitergehen und –arbeiten!
Frau, 58 Jahre
Ich habe die Zeit für Begegnungen genutzt, die sich in den Pausen ergaben.
Arzt, 65 Jahre
Die interaktiven Kleingruppen während der Plenumsveranstaltungen waren eine gute Idee.
Psychiatriefachpflegerin, 30 Jahre
Die musikalischen Beiträge (Kongressband, Gospelchor) und das Abendprogramm waren außergewöhnlich! Allgemein hohe Qualität, viele Angebote!
Ergotherapeutin, 56 Jahre
Eine tolle Organisation, hochprofessionell, hervorragende ReferentInnen.
Theologe, 50 Jahre
Die Zeitplanung war sehr gut und zuverlässig, es gab inhaltliche Tiefe und gute, menschliche Begegnungen.
Ärztin, 44 Jahre
Ich genieße die CGKs und möchte, dass diese Oase erhalten bleibt.
Pfleger, 55 Jahre
Generell bedeutet der Kongress Ermutigung.
Hebamme, 52 Jahre
Mich hat die Qualität der gesamten Veranstaltung beeindruckt: die profunde, aus der Praxis kommende Kompetenz der Vortragenden, das Rahmenprogramm, der 'gute Geist' der immer spürbar war; es hat gut getan in diesem Geist 3 Tage lang atmen haben zu dürfen.
Arzt, 67 Jahre
Ich habe wieder an einem Kongress teilnehmen dürfen, in deren Vor- und Nachbereitung, sehr viel Herzblut steckt. Auch das Abendprogramm am Donnerstag und Freitag sprach für sich..... Mein Respekt..... Danke! Danke! Danke!
Arzt
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Eindrücke des 5. Christlicher Gesundheitskongresses

Fotograf: Winfried Mundigler

Plenum

Plenum 1 13
Begrüßung und Eröffnung des Kongresses, Prof. Dr. rer. cur. Annette Meussling-Sentpali, Dr. med. Georg Schiffner, Dr. theol. Heinrich Christian Rust
Plenum 1 14
Begrüßung und Eröffnung des Kongresses, Dr. theol. Heinrich Christian Rust
Plenum 1 1
Gesprächsrunde Plenum 1 "Zeichen der Veränderung in der Gesellschaft und der Welt", Prof. Dr. rer. cur. Annette Meussling-Sentpali
Plenum 1 10
Gesprächsrunde Plenum 1 "Zeichen der Veränderung in der Gesellschaft und der Welt", Dr. phil. Dr. theol. Roland Werner, Prof. Dr. rer. cur. Annette Meussling-Sentpali, Dr. theol. Heinrich Christian Rust (Moderation), Dr. med. Gisela Schneider, Dr. med. Andreas Walther, Erik Händeler
Plenum 1 11
Gesprächsrunde Plenum 1 "Zeichen der Veränderung in der Gesellschaft und der Welt", Dr. theol. Heinrich Christian Rust
Plenum 1 12
Gesprächsrunde Plenum 1 "Zeichen der Veränderung in der Gesellschaft und der Welt"
Plenum 1 16
Dr. phil. Dr. theol. Roland Werner
Plenum 1 17
Dr. med. Gisela Schneider
Plenum 1 18
Erik Händeler
Plenum 1 2
Dr. med. Andreas Walther
Plenum 2 5
Michael Rathgeb (Moderation)
Plenum 2 6
Thomas Joussen
Plenum 2 4
Dr. theol. Astrid Giebel, Bruno Schrage
Plenum 2 7
Bruno Schrage
Plenum 2 8
Dr. theol. Astrid Giebel
Plenum 2 9
Kurzstatements "Wie ich es erlebe", Reinhild Bohlmann, Martin Peters, Stephanie Murzin
Plenum 2 1
Reinhild Bohlmann
Plenum 2 2
Stephanie Murzin
Plenum 2 3
Martin Peters
Bibl Impuls 1
Astrid Eichler
Plenum 3 2
Dr. med. Beate Jakob
Plenum 3 3
Swen Schönheit
Plenum 4 6
Prof. Dr. rer. pol. Steffen Fleßa
Plenum 4 3
Gesprächsrunde Plenum 4 "Konkrete Ansätze für die Praxis", Michael Rathgeb (Moderation), Dr. med. Georg Schiffner, Astrid Eichler, Sabine Ruppert-Fürstos
Plenum 4 4
Gesprächsrunde Plenum 4 "Konkrete Ansätze für die Praxis", Astrid Eichler
Plenum 4 7
Gesprächsrunde Plenum 4 "Konkrete Ansätze für die Praxis", Sabine Ruppert-Fürstos
Bibl Impuls 2
Diakoniepräsident Pfr. Ulrich Lilie
Plenum 5 10
Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. theol. h.c. Eckhard Nagel
Plenum 5 11
Dr. med. Nina-Kristin Eulitz
Plenum 5 12
Prof. Dr. theol. Ralf Dziewas
Plenum 5 8
Sabine und Klaus Rösler
Plenum 5 6
Gesprächsrunde Plenum 5 "Und wenn ich selbst betroffen wäre... Hilfen für persönliche Entscheidungen", Sabine und Klaus Rösler, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Simone Ehm (Moderation), Pfarrer Ulrich Lilie, Dr. med. Nina-Kristin Eulitz, Prof. Dr. theol. Ralf Dziewas
Plenum 5 7
Gesprächsrunde Plenum 5 "Und wenn ich selbst betroffen wäre... Hilfen für persönliche Entscheidungen", Sabine und Klaus Rösler, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Simone Ehm (Moderation), Pfarrer Ulrich Lilie, Dr. med. Nina-Kristin Eulitz, Prof. Dr. theol. Ralf Dziewas
Plenum 5 9
Dr. med. Georg Schiffner, Dr. theol. Heinrich Christian Rust, Prof. Dr. rer. cur. Annette Meussling-Sentpali
Inspiration Und Bewegung 1
Inspiration und Bewegung
Inspiration Und Bewegung 2
Inspiration und Bewegung
Inspiration Und Bewegung 4
Inspiration und Bewegung
Kleingruppen 1
Kleingruppen im Plenum
Kleingruppen 2
Kleingruppen im Plenum
Kleingruppen 3
Kleingruppen im Plenum
Publikum 1
Publikum
Publikum 4
Publikum
Publikum 5
Publikum
Publikum 6
Publikum
Publikum 7
Publikum
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Musik und Kunst

Schleske 2
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Michael Nestler
Schleske 3
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Martin Schleske
Schleske 4
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Michael Nestler, Martin Schleske
Schleske 5
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Hans-Ludwig Raatz, Michael Nestler, Martin Schleske
Schleske 6
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Hans-Ludwig Raatz, Martin Schleske, Michael Nestler
Schleske 7
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Hans-Ludwig Raatz, Martin Schleske, Michael Nestler
Schleske 8
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Martin Schleske
Schleske 9
Konzertlesung "Der Klang - vom unerhörten Sinn des Lebens", Martin Schleske
Kongressband
Kongressband
Kongressband 1
Kongressband
Kongressband 2
Kongressband
Kongressband 3
Kongressband
Kongressband 4
Kongressband
Kongressband 5
Kongressband
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Preisverleihung Christlicher Gesundheitspreis

Preisverleihung 8
"Hast du Töne?" Inspiration und Ermutigung mit David Kadel und Manuel Schienke mit Chor
Preisverleihung 6
David Kadel
Preisverleihung 9
Manuel Schienke, David Kadel
Preisverleihung 10
Chor
Preisverleihung 11
Chor
Preisverleihung 12
Chor
Preisverleihung 14
Chor
Preisverleihung 7
Laudatio der Juryvorsitzenden Reinhild Bohlmann
Preisverleihung 15
David Kadel begrüßt Hans-Dieter Feisthauer, Verteter des Preisträgers (2. Platz) "Netzwerk Nächstenliebe"
Preisverleihung 16
Übergabe der Urkunde durch Krankenhausdirektorin Anke Berger-Schmitt, Klinik Hohe Mark (Stifter des Preisgeldes für den 2. Platz)
Preisverleihung 17
Übergabe der Trophäe durch Jury-Vorsitzende Reinhild Bohlmann
Preisverleihung 18
Juryvorsitzende Reinhild Bohlmann, Preisträger "Netzwerk Nächstenliebe" - vertreten durch Hans-Dieter Feisthauer, Preisstifter Klinik Hohe Mark - vertreten durch Krankenhausdirektorin Anke Berger-Schmitt
Preisverleihung 5
Preisträger 2. Platz: "Netzwerk Nächstenliebe" - vertreten durch Hans-Dieter Feisthauer
Preisverleihung 19
David Kadel mit Pastor Dr. theol. Stefan Stiegler - Vertreter des Albertinen-Diakoniewerk e.V., Preisstifter 1. Platz
Preisverleihung 20
Spontane musikalische Einlage
Preisverleihung 21
Preisübergabe durch Jury-Mitglied Dr. med. Beate Jakob an "Vis-á-vis" - vertreten durch Angela Glaser
Preisverleihung 1
Preisträger 1. Platz: "Vis-á-vis" - vertreten durch Angela Glaser
Preisverleihung 22
Preisträger 1. Platz: "Vis-á-vis" - vertreten durch Angela Glaser
Preisverleihung 23
Jury-Mitglied Dr. med. Beate Jakob, Preisträger "Vis-á-vis" - vertreten durch Angela Glaser, Preisstifter Albertinen-Diakoniewerk e.V. - vertreten durch Vorstandsmitglied Pastor Dr. Stefan Stiegler
Preisverleihung 3
Die Preisträger des Christlichen Gesundheitspreises 2016 zusammen mit zwei Jury-Mitgliedern und den Moderatoren
Preisverleihung 4
Die Preisträger des Christlichen Gesundheitspreises 2016
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Seminare

Seminare 1
Seminare 2
Seminare 3
Seminare 4
Seminare 5
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Fachausstellung

Fachausstellung 1
Fachausstellung 10
Fachausstellung 11
Fachausstellung 2
Fachausstellung 3
Fachausstellung 4
Fachausstellung 5
Fachausstellung 6
Fachausstellung 7
Fachausstellung 8
Fachausstellung 9
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Impressionen

Empfang 1
Empfang
Empfang 10
Empfang
Empfang 11
Empfang
Empfang 12
Empfang
Empfang 13
Empfang
Empfang 2
Empfang
Empfang 3
Empfang
Empfang 4
Empfang
Empfang 5
Empfang
Empfang 6
Empfang
Empfang 7
Empfang
Empfang 8
Empfang
Empfang 9
Empfang
Kaffeepause 1
Kaffeepause
Kaffeepause 2
Kaffeepause
Kaffeepause 3
Kaffeepause
Kaffeepause 4
Kaffeepause
Kaffeepause 5
Kaffeepause
Kaffeepause 6
Kaffeepause
Kaffeepause 7
Kaffeepause
Kaffeepause 8
Kaffeepause
Medientechnik 1
Medientechnik
Medientechnik 2
Medientechnik
Preisverleihung 13
Medientechnik
Medientechnik 3
Medientechnik
Medientechnik 4
Medientechnik
Medientechnik 5
Medientechnik
Night Lounge 1
Night Lounge
Night Lounge 2
Night Lounge
Night Lounge 3
Night Lounge
Night Lounge 4
Night Lounge
Night Lounge 5
Night Lounge
Night Lounge 6
Night Lounge
Night Lounge 7
Night Lounge
Raum Der Stille 1
Raum der Stille
Raum Der Stille 2
Raum der Stille
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4. Christlicher Gesundheitskongress 2014 in Bielefeld

Kongressthema: "Heilen und Begleiten - Zukunft gestalten"

Ein rundum gewinnbringender Kongress

(Bielefeld) Der strahlende Sonnenschein in Bielefeld spiegelte sich auch in den Gesichtern der etwa 900 Besucher des 4. Christlichen Gesundheitskongresses in Bielefeld wieder. Vom 27. bis 29. März waren Mediziner und Therapeuten, Pflegende und Seelsorger nach Ostwestfalen gekommen. […]

Prof. Dr. theol. Gerhard Wegner (Hannover) erklärte, im Eröffnungsvortrag, dass Glaube bei der Heilung helfe. Der Sozialethiker und Theologe stellte Alltagsängsten positives Zukunftsvertrauen gegenüber und erklärte, dass der christliche Glaube dazu beitrage, Vertrauen zu stärken und Ängste zu verringern. Gleichzeitig sah der Professor des Sozialethischen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland den Glauben „als Ressource, einen Menschen gesund werden zu lassen“. […]

Rueckblick14_Wegner
Prof. Dr. theol. Gerhard Wegner

Gesundheit sei keine Ware meinte der Medizinethiker Prof. Dr. Giovanni Maio. „Wir haben keine Zeit“ klagten Ärzte und Pflegende, die sich zunehmend unter Druck fühlen, mit weniger finanziellen Mitteln mehr bewirken zu sollen. […] Ärzte, die sich trotz knapper Geld- und Zeitressourcen für ihre Patienten Zeit nähmen, seien „geradezu Helden“, meinte Maio. […] Er kritisierte das Missverständnis, dass im Gesundheitswesen Gesundheit produziert werde, wie in der Industrie Waren hergestellt würden. Für die Heilung sei es viel wichtiger, dass Beziehungen entstünden. […] Es wäre eine Aura nötig, in der solche Beziehungen gedeihen könnten. „Wir müssen eine Zeitkultur entwickeln, die nicht restlos verplant ist“, forderte der Medizinethiker. [..]

Rueckblick14_Maio
Prof. Dr. med. Giovanni Maio

Gebannt verfolgten die Teilnehmer am Samstagvormittag die Diskussion um die Transplantationsmedizin, souverän moderiert von Simone Ehm aus Berlin. Ist Organspende ein Gebot der christlichen Nächstenliebe? Oder überschreiten wir eine Grenze, wenn wir das Leben eines Sterbenden nicht konsequent respektieren, sondern ihn zum Organspender machen? […] Das Publikum konnte per SMS oder auf Papier seine Fragen und Stellungnahmen in die Diskussion einbringen.

Gesprächsrunde zum Thema Organtransplantation

Gearbeitet wurde außerdem in den über 60 Seminaren und bei den Vorkongressen, zu denen bereits 200 Teilnehmer einen Tag eher angereist waren. Hier lernte man zum Beispiel die Kunst des verbindenden Nein-Sagens oder erhielt Tipps zur emotionalen Erholung zur Prävention von Burnout und Stress.

Gekonnt brachte Johannes Warth sein Publikum zum Lachen. Der Kabarettist war selbst noch bis kurz vor dem Kongress Patient, der Bandscheibenprobleme auskurieren musste. Auf der Bühne präsentierte er dann heiter kritische Anmerkungen zum Gesundheitswesen. […]

Johannes Warth

Gefeiert wurde am Freitagabend, als 2Flügel das Publikum verzauberte. Christina Brudereck und Benjamin Seipel (Essen) begeisterten mit lyrischen Texten und exzellenter Klaviermusik, unterstützt von Johanna Klöpper (Gesang). Ihr Programm „Zum Kraftort der Seele pilgern“ entfaltete die Schönheit eines Lebens, das von Gott begeistert ist. Die Zuschauer waren ergriffen und begeistert.

Geehrt wurden die beiden Gewinner des Christlichen Gesundheitspreises, der Modelle für das Zusammenwirken von christlicher Gemeinde und Gesundheitswesen in den Mittelpunkt stellt: […] Die Initiative open door aus Wernigerode sowie das Christliche MS-Netzwerk.

Dsc 4209 2
2Flügel (C. Brudereck, B.Seipel, J. Klöpper)
Gesundheitspreis 2014 2 2
Open Door- Christliche Lebenshilfe, Werningerode

Gute Resonanz auf den Kongress freute die Organisatoren um Günther Gundlach (Aumühle/Hamburg). So schrieb der Pastor einer mennonitischen Gemeinde, der mit seinen Mitarbeitern am Kongress teilgenommen hatte: „Es war ein rundum gewinnbringender Kongress“.

Auszüge aus "4. Christlicher Gesundheitskongress: Ein rundum gewinnbringender Kongress", Zeitschrift ChrisCare.

Der gesamte Bericht steht Ihnen an dieser Stelle zur Verfügung: Ein rundum gewinnbringender Kongress/ ChrisCare »

 


Weitere Informationen und Kongressmitschnitte

Weitere Informationen zum Programm, den Referierenden und den Ausstellenden des 4. Christlichen Gesundheitskongresses finden Sie im PDF des Programmheftes.

Sie konnten beim 4. Christlichen Gesundheitskongress nicht dabei sein oder möchten die Vorträge noch einmal nachhören oder weitergeben? Mit diesem Bestellformular können Sie DVDs oder CDs fast aller Plenumsveranstaltungen bestellen. Einige Aufzeichnungen waren vor Ort schnell vergriffen, sind jetzt aber wieder verfügbar.

 


Stimmen zum Kongress 2014

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Herzlichen Dank für den gelungenen Kongress! Mir haben die Tage gut getan! Die Gemeinschaft und das Wissen, dass viele Christen in ihren Bereichen im Gesundheitswesen unterwegs sind, die etwas von Gottes Liebe weiter geben. Wir stehen nicht alleine da. Die Vernetzung und das stärkende Miteinander bei dem Kongress sind da so wichtig und eine Ermutigung!
Ärztin, 48 Jahre
Sowohl die Vorträge als auch die Podiumsdiskussion haben wir mit großem Interesse verfolgt. Es war ein rundum gewinnbringender Kongress.
Pastor einer großen Aussiedlergemeinde, der mit seinen Mitarbeitern teilgenommen hat
Viele wichtige Vorträge und Impulsreferate, eine gute geistliche Atmosphäre, schöne Begegnungen und Seitengespräche haben den Kongress für mich ausgemacht. Der Samstagvormittag zur Organspende war für mich der inhaltliche Höhepunkt; Simone Ehm hat hier souverän die zentralen Punkte herausgestellt.
Diakoniewissenschaftlerin, 51 Jahre
Ich habe so viele gute und aufbauende Impulse und neues Wissen mitnehmen können und vor allem haben gerade die Workshops meinem Selbstvertrauen wirklich gut getan!
Krankenschwester, 40 Jahre
Herzlichen Dank für die ausgezeichnete Veranstaltung. Ich habe die ausgezeichnete Qualität der Beiträge sehr zu schätzen gewusst. Ein besonderes Geheimnis ist für mich, dass unterschiedliche Perspektiven zu Themen aus dem Gesundheitswesen aufgezeigt werden und gleichzeitig gibt es ein Ringen um das christliche Verständnis und das Wort Gottes. Eine geheimnisvolle "Mitte", die nicht organisiert werden kann, sondern sich als Geschenk auftut. So war es wieder! Die Mitarbeiter aus unseren Einrichtungen sind ermutigt wieder zurückgefahren. Danke!
Geschäftsführer eines Diakoniewerkes
Es war mir eine große Freude beim 4. Christlichen Gesundheitskongress in Bielefeld referieren zu dürfen.
Medizinethiker
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Eindrücke des 4. Christlichen Gesundheitskongresses

Fotograf: Winfried Mundigler

CGK  Pressefoto 1
Gespräche unter Teilnehmern
CGK  Pressefoto 6
Im Plenum
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3. Christlicher Gesundheitskongress 2012 in Kassel

Kongressthema: "Heilen und Begleiten - Auftrag und Wirklichkeit"

Begeisterte Teilnehmer - zufriedene Veranstalter

Zum dritten Mal kamen über 1.200 Teilnehmer ins Kasseler Kongress Palais zum Christlichen Gesundheitskongress. Darunter waren etwa ein Viertel der Teilnehmer Mediziner, ein Drittel kamen aus pflegerischen Berufen. Die übrigen waren haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen unterschiedlichster Profession. Vom 21. – 24. März wurde in Plenen, 10 Vorkongress-Veranstaltungen und 60 Seminaren miteinander gearbeitet. 110 Aussteller informierten über ihre für den Gesundheitsbereich und dessen Mitarbeiter relevanten Angebote. Der Schwerpunkt dieses Kongresses: Die Begleitung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen. Inklusion, die in der Gesellschaft überall diskutiert wird, soll auch im Gesundheitswesen selbstverständlich sein. [...]

Referenten 14  W 640
Professor Dr. Klaus Dörner

Professor Dr. Klaus Dörner (Hamburg), einer der populärsten Psychiater zeigte, dass die Vorstellung eines perfekten Menschen im Schwinden ist. [...] „Wir haben davon geträumt, eine leidensfreie Gesellschaft zu schaffen“. Darin waren die Diktaturen der 30er Jahre Vorreiter, die durch das Töten von Unheilbaren das Leid ausrotten wollten. Der medizinische Fortschritt führt bei immer mehr Menschen zum Leben als Dementer oder chronisch Kranker. „Wir wachsen in eine Gesellschaft hinein, in der wir immer mehr Hilfebedarf haben.“ [...]

Gesundheitspreis 4 640
Die Preisträger des Christlichen Gesundheitspreises (1. Preis: Diakonische Wohngemeinschaften in Riehen bei Basel)

Gewinner des diesjährigen Christlichen Gesundheitspreises waren die Diakonischen Wohngemeinschaften in Riehen bei Basel. In sechs Häusern leben dort Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf zusammen. Dabei wollen die Mitarbeiter den urchristlichen Aspekt des gemeinsamen Lebens und die Probleme der Gesellschaft in eine fruchtbare Beziehung bringen. Irene Widmer, die zusammen mi ihrem Mann Thomas die Hausgemeinschaften gegründet hat, dankte einem der Hauptreferenten des Gesundheitskongresses, dem 87-jährigen Theologen Jürgen Moltmann: Seine Texte zum gemeinsamen Leben hätten den Anstoß zur Gründung gegeben. Mehr zum Christlichen Gesundheitspreis...

Auszüge aus "3. Christlicher Gesundheitskongress: Begeisterte Teilnehmer - zufriedene Veranstalter", Zeitschrift ChrisCare, Ausgabe 2/2012. Der gesamte Bericht steht Ihnen an dieser Stelle zur Verfügung: Download PDF (ca. 4 MB)

 


Weitere Informationen und Kongressmitschnitte

Das Teilnehmermagazin des 3. Christlichen Gesundheitskongresses mit weiteren Informatinen zum Programm, den Referierenden und den Ausstellenden sowie ergänzenden Fachbeiträgen steht hier zum Download bereit (8 MB).

Mitschnitte des 3. Christlichen Gesundheitskongresses auf CD und DVD können mit diesem Bestellformular oder über die Homepage des Christlichen Audiodienstes bestellt werden.

 


2. Christlicher Gesundheitskongress 2010 in Kassel

Titelbild: idea/Kretschel

Kongressthema: "Beauftragt zu heilen - in Beruf, Gemeinde, Gesellschaft"

Für mehr Miteinander von Medizin und Seelsorge

1200 Ärzte, Pflegende, Therapeuten und Theologen, Professionelle aus dem Gesundheitswesen und Ehrenamtliche waren zum 2. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel gekommen (darunter 100 Tagesgäste), 200 mehr als beim 1. Kongress 2008. Teilnehmer hatten vom 20. – 23. Januar an 14 ganztägigen Vorkongressen und 60 Seminaren teilgenommen. In Fachvorträgen und Festveranstaltungen, Gottesdiensten fragten Referenten und Teilnehmer nach Chancen des Zusammenwirkens von Kirche und Gesundheitswesen.

Ärzte stellten mit 34% der angemeldeten Teilnehmer die größte Berufsgruppe gefolgt von Pflegenden (24,2% davon ¼ in leitenden Funktionen) und Theologen (11,6%). (Basis sind die Berufsangaben der Teilnehmer).

Unter den Referenten war auch die Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, Hannover: sie sprach in ihrer Predigt über den „liebenden Gott, der selbst die Ohnmacht kennt“. Sie erinnerte: „Es kann Gnade sein, im Leid fröhlich zu sein“. Gleichzeitig verwies sie auf den christlichen Protest gegen das Leid:  „Wir werden nicht aufhören, zu hoffen, auf eine Welt, in der das Leid zu Ende ist“.

Viele Teilnehmer waren persönlich berührt von Christina Bruderecks Abend unter dem Thema "Unter offenem Himmel - ankommen, wo ich geborgen bin". Aus medizinischer Sicht plädierte der Schweizer Arzt. Dr. René Hefti, Langental, für eine intensivere Forschung im Grenzgebiet von Medizin und Glaube. 

Dr. Georg Schiffner, Hamburg, wertete den Kongress in seinem Schlusswort als eine starke Ermutigung für das Zusammenwirken von Medizin, Pflege und Seelsorge. Als Kongressvorsitzender betonte er das harmonische Miteinander von Christen aus allen Konfessionen.

Zu den Trägern des Kongresses gehörte sowohl der Vorsitzende des katholischen Krankenhausverbandes, Domkapitular Dieter Geelings, Münster, wie auch sein evangelischer Kollege Norbert Groß, Berlin. Der Verbandsdirektor des Evangelischen Krankenhausverbandes, hält den Kongress für einen wichtigen Beitrag: "Kirchen, Diakonie und Caritas und die Verantwortlichen in ihren Einrichtungen wissen - oder sollten wissen, dass sie auf die Menschen angewiesen sind, die hier zusammen kommen: Sie verkörpern Kirche - und damit zugleich Jesus Christus - ganz nah bei den Menschen, die Hilfe und Begleitung in Krankheit und Leid, angesichts von Behinderung und Einschränkung suchen. Sie prägen den Geist diakonischer und karitativer Einrichtungen, die Atmosphäre in Praxen, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen." Groß forderte, die Gesundheitspoilitik müsse stärker auf die Menschen hören, die sich mit ganzem Engagement für leidende Menschen einsetzen.

Auch die etwa 100 Aussteller aus dem Gebiet des Gesundheitswesens waren zufrieden: "Wir haben gemerkt, dass die Besucher ein hohes Interesse haben, die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Darum gab es an unserem Stand viele gute Gespräche", meinte ein Anbieter.

Höhepunkt in der Schlussveranstaltung war die Bekanntgabe der Gewinner des Christlichen Gesundheitspreises. Den 1. Preis erhielt die Initiative „still geboren des Albertinen-Diakoniewerkes in Hamburg. In Zusammenwirken von Hebammen, Therapeuten, Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern werden durch die Initiative Eltern von Kindern begleitet, die nicht lebensfähig waren oder bei der Geburt gestorben sind. Den 2. Preis teilten sich zwei Initiativen: Die Wochenenden für chronisch Kranke und ihre Angehörigen und das Zentrum Gesundheit - Therapie - Heilung in Karlsruhe. Hier werden spirituelle, medizinische und sozialtherapeutische Angebote gebündelt und von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern umgesetzt. Mehr zum Christlichen Gesundheitspreis...

Eine Ärztin, selbst an Multipler Sklerose erkrankt, schrieb auf den Auswertungsbogen: „Nicht nur klasse Vorträge, Referenten und Seminare, sondern auch eine wohltuende Atmosphäre und Angebote zur Ermutigung und zum Auftanken.“

 


Weitere Informationen und Kongressmitschnitte

Weitere Informationen zum Programm, den Referierenden und den Ausstellenden des 2. Christlichen Gesundheitskongresses finden Sie im PDF des Teilnehmerheftes.

Die Plenarveranstaltungen des Kongresses wurden von Bibel.TV aufgezeichnet. Sie werden zwischen dem 9. und 24. Februar 2010 gesendet und können auch als DVD- bzw. CD-Mitschnitt mit diesem Bestellformular oder online über den Christlichen Audiodienst bestellt werden.

 


Rückmeldungen von Teilnehmenden und Mitwirkenden

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Es war ein Gewinn, am Christlichen Gesundheitskongress teilzunehmen! Nicht nur Klasse Vorträge, Referenten und Seminare, sondern auch eine wohltuende Atmosphäre und Angebote zur Ermutigung und zum Auftanken. Es hat mir gut gefallen.
Mir hat der Christliche Gesundheitskongress in der letzten Woche in Kassel sehr gut gefallen und sehr gut getan! Es ist sehr wertvoll und schön als Christen aus den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und aus ganz verschiedenen kirchlichen Richtungen zusammen zu kommen und sich gegenseitig zu ermutigen und auszurichten auf Gottes Auftrag in unserem Beruf und über grundsätzliche Fragen, die dadurch entstehen, nachzudenken. Außerdem ist der Dialog mit den Theologen eine echte Bereicherung! Ich hoffe sehr, dass der Kongress in dieser Weise in Zukunft regelmäßig fortgesetzt werden kann!
Liebe Veranstalter des Christlichen Gesundheitskongresses, es war eine Wohltat auf Ihrem Kongress dabei sein zu können, ich habe so viele Impulse, gute Gedanken, Lachen und freundliche Gesichter erfahren, dass es hoffentlich für die nächste Zeit reicht. Dafür vielen herzlichen Dank!
Ich möchte mich bei Ihnen für diesen bemerkenswerten Kongress bedanken. Es war eine angenehme christliche Atmosphäre, sehr gute Referenten und ich habe sogar zwei Heilpraktikerinnen aus München kennengelernt. Ich dachte schon, ich bin die einzige.
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1. Christlicher Gesundheitskongress 2008 in Kassel

Zwischen Gesundheitsreform und spiritueller Anamnese


1.100 Teilnehmer beim ersten Christlichen Gesundheitskongress in Kassel

Von Frank Fornaçon (Kassel)

"Kommst du auch mit nach Kassel?" Fast jeder Dritte, der am ersten deutschlandweiten Christlichen Gesundheitskongress teilnahm, wurde von Freunden, Kollegen und Bekannten eingeladen. Daher reisten die meisten der insgesamt etwa 1.100 Teilnehmer auch nicht allein zu dem vom 27.-29.3.2008 tagenden Treffen nach Kassel an. Das Thema "Beauftragt zu heilen - in Beruf, Gemeinde und Gesellschaft" zog dabei besonders viele Fachleute aus dem Gesundheitswesen an.

Spiritualität ist wieder ein Thema

Der Vorsitzende von "Christen im Gesundheitswesen", der Hamburger Internist Georg Schiffner, wies in seinem Eröffnungsreferat darauf hin, dass die Einbeziehung der spirituellen Dimension des Menschen in die Pflege, Therapie und Medizin wieder zum Thema geworden sei. "Deshalb sind christliche Gemeinden in einer neuen Weise gefragt, im Zusammenwirken mit professionellen Gesundheitsdiensten aktiv zu einer christlich-ganzheitlichen Fürsorge für kranke Menschen beizutragen." Schiffner forderte dazu auf, in die Diagnose eine "spirituelle Anamnese" aufzunehmen. Es sei wichtig zu fragen, worauf die Patienten ihre Hoffnung setzten und woraus sie Kraft schöpften. 

Gegenüber den vielen Medizinern, Pflegern und Therapeuten blieb die Teilnahme von Theologen und ehrenamtlich mit der Thematik befassten Gemeindemitarbeitern hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Anscheinend sind im Gesundheitswesen Tätige stärker am christlichen Heilungsauftrag und an der spirituellen Dimension von Gesundheit und Krankheit interessiert als Theologen und Gemeindeglieder.

Ermutigung für Gesundheitsmitarbeiter

Diakonie und Caritas gehören zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Auch wenn sie vielfach in kleinen und mittleren Einrichtungen arbeiten, sind die Mitarbeiter Teil eines großen Netzwerkes christlicher Gesundheitseinstitutionen. Allein 300.000 Beschäftigte zählen die Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft. Jedes dritte Krankenhaus ist dem Auftrag der Kirchen verpflichtet, nicht nur gute Medizin und Pflege zu bieten, sondern auch etwas von der Liebe Gottes sichtbar zu machen. 

Das ist in einem immer engeren finanziellen Korsett, mit immer kürzerer Verweildauer, weniger Personal und wachsender privater Konkurrenz am Gesundheitsmarkt keine leichte Aufgabe. Darauf machten die beiden den Kongress unterstützenden konfessionellen Krankenhausverbände (Deutscher Evangelischer Krankenhausverband und Katholischer Krankenhausverband Deutschlands) aufmerksam. Ein christlicher Gesundheitskongress könnte daher ein hilfreicher Schritt dazu gewesen sein, die christlich motivierten Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu ermutigen. Und das nicht nur in Diakonie und Caritas: Oft sind auch in Häusern nichtkirchlicher Träger engagierte Christen tätig, die aus innerer Berufung diese Aufgabe gewählt haben.

Das Ziel ist Teilhabe an der Gemeinschaft

Eine spannende Frage war es, wie die medizinisch arbeitenden Christen auf die These reagieren würden, dass die Kirche selbst heilend tätig sein soll. Würde dadurch nicht die klassische Rollenverteilung zwischen Arzt und Geistlichem auf fahrlässige Weise aufgehoben werden? Sorgen bereitete manchen Beobachtern im Vorfeld auch der Gedanke, der Kongress könne einer christlichen Gesundbeterei das Wort reden. Vor allem am Rand der Kirchen treten immer wieder Wunderheiler in Erscheinung, deren Idee so einfach wie falsch ist: "Wenn du nur genug glaubst, dann wirst du gesund!"

Von solchen Heilern war in Kassel nichts zu sehen. Vielmehr wurde immer wieder betont, dass Gesundheit nicht das höchste Gut sei und dass die Zuwendung Jesu zu kranken Menschen nicht immer auf die körperliche Gesundung hinauslaufe. Dr. Peter Bartmann (Berlin) vom Diakonischen Werk der EKD forderte, auf ein vereinfachendes Schwarz-Weiß-Denken zu verzichten. Es gehe bei den Heilungen Jesu nie darum, den perfekten Menschen zu schaffen, sondern Menschen die Teilhabe an der Gemeinschaft zu ermöglichen. Das erfordere manchmal die Heilung einer Krankheit, oft aber vor allem die integrativen Fähigkeiten der Kirche. Die Gemeinde könne viel dazu beitragen, dass auch chronisch kranke und behinderte Menschen in ihr ein Zuhause fänden.

Glaube und Gesundheit

Dass der Glaube eine hohe therapeutische und vor allem präventive Bedeutung hat, legte das Grundsatzreferat des amerikanischen Mediziners Dale A. Matthews (Washington D.C.) nahe, der umfangreiches statistisches Material aus den USA vorstellte. Zahlreiche empirische Studien hätten gezeigt, dass vor allem der praktizierte christliche Glaube einen positiven Einfluss auf die Gesundheit habe. Das gelte zum Beispiel auch bei der Rehabilitation von Herzpatienten, die bei denen wesentlich günstiger verliefe, die beten oder für die gebetet werde.

Für deutsche Verhältnisse liegen allerdings noch kaum vergleichbare Untersuchungen vor. Während die Kongressveranstalter die Bedeutung der Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Glaube und Gesundheit hervorhoben, wurden die entsprechenden Angebote im Seminarprogramm wenig nachgefragt. Mehrere Referenten des Kongresses wiesen auch darauf hin, dass zwischen gesundheitsfördernden und krankmachenden Glaubensmodellen unterschieden werden müsse.

Allerdings kann sich auch der Transzendenz-Verlust auf die Gesundheit auswirken. Der Religionspsychologe und Theologe Paul M. Zulehner (Wien) zeigte sich davon überzeugt, dass die Vertröstung des modernen Menschen auf das Diesseits krank mache. Wer den Himmel auf Erden verspreche, überfordere den Menschen und trage zur Entstehung diffuser Ängste bei. Zulehner: "Die moderne Gottesentfremdung ist die letzte Quelle der Krankheit."

Der Psychiater und Psychotherapeut Martin Grabe (Oberursel) gab den Kongressteilnehmern Empfehlungen mit auf den Weg, die ein Burnout verhindern könnten. Er beobachte gerade bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen zunehmende seelische Probleme. Wachsende Sorge um den Arbeitsplatz und ein zunehmender Leistungsdruck, verbunden mit dem Wunsch nach Anerkennung, stünden hinter dem Ausbrennen vieler Mitarbeiter. Er empfahl unter anderem die Pflege von Freundschaften und "einen Schuss Spielerisches bei der Arbeit". Auch der Glaube an Gott habe hier seine wichtige Bedeutung: "Wo Menschen gelernt haben, die Vergebung Gottes in Anspruch zu nehmen, ermöglicht das ein Leben in dem Bewusstsein, dass diese höchste Instanz uns anerkennt und mag."

Weitere Impulse

Sehr gut besucht waren Seminare, in denen Modelle vorgestellt wurden, wie Gemeinden Fürbitte und Segnung einsetzen können, um kranken Menschen zu helfen. Die Anregungen wurden mit einem Angebot der persönlichen Segnung am Freitagabend gleich in die Praxis umgesetzt. Viele Teilnehmer ließen sich in eigenen Gesundheitsproblemen oder auch für ihre berufliche Tätigkeit segnen.

Am Rande des Kongresses kam immer wieder die schwierige wirtschaftliche Lage im Gesundheitswesen zur Sprache. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Hans Jürgen Ahrens (Bonn), appellierte an die Teilnehmer, Solidarität und Eigenverantwortung nicht gegeneinander auszuspielen.

Der Ökonom und Zukunftsforscher Leo A. Nefiodow (Bonn) betonte die weiter steigende Bedeutung des Gesundheitssektors, der zur Wachstumslokomotive der Volkswirtschaft werde. Die Kirchen seien dazu aufgerufen, den Gesundheitsbereich mit zu prägen. Eine häufig übersehene Krankheitsursache sei verweigerte Nächstenliebe, deren Folgekrankheiten zu enormen Kosten führten.

Im kulturellen Rahmenprogramm traten unter anderem die Tanztherapeutin Andrea du Bois (Oberursel) und das Musikerehepaar Andrea Adams-Frey und Albert Frey (Ravensburg) auf. Die beiden Präventivmediziner Gerd und Kirsten Schnack (Allensbach) sorgten für auflockernde Bewegung.

Fazit der Veranstalter

Die Geschäftsführer der beiden Kongressveranstalter, Günther Gundlach (Christen im Gesundheitswesen e.V.) und Lorenz Reithmeier (Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche e.V.; beide Hamburg), werteten den ersten Christlichen Gesundheitskongress als erfolgreichen Beginn. Die positiven Erfahrungen der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Trägerorganisationen sowie die gute Teilnehmerresonanz legten eine Fortsetzung nahe.

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