Christlicher Gesundheitskongress Christlicher Gesundheitskongress

Gedanken zum Kongressthema

„Du bist es wert!“ Menschen / Würde / Achten


Frank Fornaçon, Pressesprecher und Vorstandsmitglied Christlicher Gesundheitskongress 

Der Vorstand des Christlichen Gesundheitskongresses hat nach Beratungen mit dem Beirat das Thema für den Kongress 2020 festgelegt. Dabei sollen sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die der ihnen anvertrauten Menschen im Mittelpunkt stehen.

Der Kongress ist kein Fachkongress im herkömmlichen Sinn, sondern eine Plattform, auf der Menschen einander begegnen können: Interdisziplinär, auf Augenhöhe, freundschaftlich und beziehungsorientiert.

„Du bist es wert!“ beginnt mit dem vertraulichen „Du“. Der Kongress als Plattform, auf der Menschen einander begegnen können. Unter Freunden sagt man „Du“.

Der Satz stellt fest, was ist. Denn jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von Leistung, Vermögen und Gesundheitszustand. Was das „es“ ist, bleibt zunächst noch unbestimmt. Geht es um den Lohn, um Anerkennung, um Zuwendung? Und schließlich geht es um den „Wert“. Dieser Wert lässt sich nicht in Geld bewerten. Wertvoll ist ein Mensch nach christlichem Grundverständnis, weil Gott ihm diesen Wert verleiht. 

In den drei Stichworten, die dem Haupttitel folgen, wird präzisiert, worum es 2020 gehen soll: Um die Achtung der Menschenwürde. Man kann mit den drei Begriffen spielen und sie auch noch einmal anders zusammensetzen: Menschen achten die Würde. Menschen stehen im Mittelpunkt des heilenden Handelns von Christen im Gesundheitswesen und der Kirche. Nicht der Profit, nicht die Leistungssteigerung. Wenn wir menschlich miteinander umgehen, dann gestehen wir einander Fehler und Schwächen zu , dann sehen wir den Menschen aber auch als Ebenbild Gottes.

Würde ist in Deutschland ein gewichtiges Wort. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es im Grundgesetz. Es ist die Würde jedes Menschen, auch des behinderten, des hochaltrigen, des unvollkommenen Menschen. Die Würde steht in einer Reihe mit den anderen grundlegenden Menschenrechten: Dem Recht auf Leben, auf Nahrung, auf Schutz. Die uns anvertrauten Menschen stehen in der Gefahr, ihrer Würde beraubt zu werden.

Achten ist in Form von Achtsamkeit in aller Munde. Der buddhistisch anmutende Satz hat aber eine Wurzel, die tief im Christentum verwurzelt ist. An Jesu Art, mit Menschen umzugehen, kann man ablesen, wie man jemanden achten kann. Der Kranke, dem er die Hände auflegt, die Frau, die ihn berühren darf, die Frau, mit der Jesus über ihr verpfuschtes Leben spricht und der er trotzdem Respekt entgegenbringt.

Während des Kongresses wird den Besuchern Wertschätzung entgegengebracht. Sie sollen merkten: Es ist gut, dass du da bist; dass du auch da bist an der Seite von Menschen, deren Würde in Gefahr ist. Und die Besucher sollen ermutigt werden, ihren Bewohnern, Patienten und Klienten mit Wertschätzung zu begegnen.

Der Kongress wird auch Fragen der Einsamkeit und der Informationsgesellschaft aufgreifen, zwei Gebiete, auf denen die Würde des Menschen bedroht ist. Denn der einsame Mensch erfährt keine Wertschätzung mehr und in der Informationsgesellschaft droht der Mensch zu einer statistischen Größe zu werden und seine Individualität zu verlieren.

  

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